Formel 1 2021 Eigenbau (nach echtem Reglement!)

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    • Formel 1 2021 Eigenbau (nach echtem Reglement!)

      Ich grüße euch ihr Modellbau Verrückten! :P

      Bevor ich zur Sache komme, kurz was zu mir.
      Ich heiße Tobi, bin derzeit 22 Jahre alt und bin frisch eingeschriebener Fahrzeugbau Student.
      Anfang 2018 kamen mir und nem alten Kumpel die Idee, dass wir Modellautos lieber selbst entwickeln und bauen wollen würden, als sie immer einfach nur zu fahren und da wir beide bereits seit Kindertagen zusammen auf selbstgebauten Offroadstrecken unser Unwesen getrieben haben, haben wir uns auch direkt ans Werk gemacht und uns überlegt, wie man so ein Projekt denn bewerkstelligen könnte.
      Wir sind beide begeisterte Formel 1 Zuschauer und es reizte uns schon immer mal selbst ein Modell davon zu haben. Es gibt zwar die Rc Formelserien, aber die Autos, die da verwendet werden, erinnern doch mehr an Rc-, als an Formel 1 Autos.
      Unsere Idee war es deshalb Modelle mit echtheitsgetreuer Optik zu bauen.

      So und jetzt kommt der verrückte Teil :S =O

      Auf der Suche nach den Abmessungen, innerhalb dessen so ein Auto gebaut werden darf, stoß ich wie per Zufall auf das originale 138 seiten umfassende technische Reglement der Formel 1 direkt auf der Seite der FIA.
      Nach einigen Stunden des Einlesens und Verstehens, hab ich ein Referenz-CAD-Modell erstellt, innerhalb dessen die jeweiligen Bauteile des Autos liegen dürfen. die genaue Form ist im Reglement beschrieben.
      Das klingt jetzt erstmal komplizierter als es eigentlich ist und lässt unglaublichen Arbeitsaufwand vermuten, ist jedoch mit herkömmlichen Bauprojekten zu vergleichen.


      Jetzt stellt sich der ein oder andere mit Sicherheit so einige fragen... ^^
      • Warum das 2021er Auto?
      • Welches Programm verwenden wir?
      • Was für Elektronik verwenden wir?
      • Wie bauen wir das?
      • Warum machen wir das?
      • Wie sieht der Zeitplan aus?
      • Was will ich überhaupt?



      Hier kommen die Antworten ;)

      • Wie jeder eingefleischte Formel 1 Kenner weiß, kommen 2021 stark veränderte Formel 1 Regeln. Der Groundeffekt kehrt zurück, die Aerodynamik wird vereinfacht und die Teams sollen alle deutlich dichter beisammen liegen.
      • Für die Erstellung der CAD-Modelle verwenden wir die kostenlose Software Blender.
      • Als Motor steht ein 540er 3,5-5 Turn Motor zur Debatte, samt passenden Regler und nem ganz normalen 1:10er Servo.
      • Wie wir das hinkriegen wollen? Ganz einfach. Wir haben uns beide einen 3D Drucker gekauft und drucken uns unsere Bauteile selbst. (Gute Drucker gibt es bereits ab 200 Euro und die Tauglichkeit für den Einsatz haben wir schon an gewissen Bauteilen getestet)
      • Warum wir das machen? Leidenschaft und der Wettbewerbsgedanke treibt uns an 8o
      • Das Ziel ist es bis zum Sommer ein fahrfertiges Auto zu haben, was bedeutet, dass wir etwa ein halbes Jahr für die Entwicklung brauchen. Unsere Modelle sind auch schon weit fortgeschritten.


      So und jetzt gehts um die Wurst :D

      Falls es da draußen jemanden gibt, der sich dieser Herausforderung stellen möchte und gegen uns in Wettbewerb treten möchte, darf gerne seine Anregungen hier in diesen Thread schreiben. Wir würden uns wirklich mega freuen, wenn es noch jemanden gibt, der genauso verrückt ist wie wir.

      PS: Wer nicht selbst entwickeln, aber trotzdem mitfahren will, der kann auch gerne eine Kopie unseres Autos haben ;)
      Files
      Geht nicht gibts nicht. 8o

      The post was edited 2 times, last by Der Hoffmann: Bilder vom alten 2019er Auto sowie das Referenzmodell vom 2021er Auto sind beigefügt ().

    • Ah, das hab ich ganz vergessen zu erwähnen^^
      Also wir bauen die Autos im Maßstab 1:10 ;)
      Wir planen aber nach dem 1:10er noch ein Großmodell zu bauen! Wahrschein 1:6, das wissen wir aber noch nicht, da man den Maßstab an die Reifengröße anpassen muss.
      Das wird aber vor nächstem jahr nicht passieren. Für nächstes jahr steht dann auch ein LMP1 Auto zu Debatte. 8)
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Das hört sich alles sehr gut an,
      bei den vorhandenen Skizzen, gibt es keine Untersetzung, also Antrieb Motor über Ritzel ans Hauptzahnrad, und dann ins Differential, ähnlich wie es jetzt überall in den EP gefahren wird.

      Die Abstimmung des Differentials wird in der geschlossenen Variante eher schwierig, da ist die Motorwahl mehr als Heavy, das wird so nicht funktionieren mit 3,5-5T - schlecht Fahrbar mit Heckantrieb, Selbst mit 4WD sehr gewöhnungsbedürftig.

      Die F1 sowie 1:12er Pan Car besitzen einstellbare Kugeldifferentiale, welches dann zusätzlich zu berücksichtigen wäre, anstatt mit Öl oder Fett abzustimmen.

      Generell Geile Idee von Euch.

      In 1:10 Formel werden 21,5 Bushless gefahren und das ist schon sehr flott, im direkten Antrieb, bei den derzeitigen am Markt befindlichen Chassis in dem Segment.

      Ich bin und bleib gespannt, was sich daraus ergiebt.

      Selbst ein "Outlaw Fahrzeug zum Reglement der RC-Vorgaben" ist eine geile Sache wenn man sich zusammen irgendo zum fahren treffen kann.
      Gruß und nicht falsch verstehen.
      Fraenky
      Und ist der Fuhrpark noch so klein irgendwas muß immer sein :D Also schraubst Du noch oder fährst Du schon :saint:
    • Oh, vielleicht ist es schwierig für andere zu erkennen, was was ist auf den Fotos, deshalb erklär ich das mal eben kurz. :rolleyes:
      Also, auf dein ersten 3 und auf dem 5. Bild erkennt man mein erstes, unvollständiges Projekt, das 2019er Auto. Auf dem 4. Bild sieht man das Referenzvolumen des 2021er Boliden. Soweit so gut^^

      Wenn ich dich richtig verstehe Fraenky1, dann meinst du, dass der Motor wie in den kleinen F1 Serien direkt mit dem Differential, bzw. Achse verbunden ist?
      Es ist glaub ich etwas schwierig zu erkennen, aber wir mussten etwas tricksen. Der Motor guckt praktisch in Fahrtrichtung nach vorne, da geht dann das Motorritzel in das Hauptzahnrad über. Das Hauptzahnrad sitzt samt rutschkupplung auf einer Kardanwelle, die noch über den Motor richtung Heck zur hinteren Motorhalterung geht. Ab da müssen wir leider mit einem Kardangelenk richtung Differentialkasten leicht nach unten gehen.
      Der Komplette Antriebsstrang ist praktisch genauso aufgebaut, wie der eines ganz normalen Buggys oder Glattbahners.

      Die ganze Sache funktioniert, jedoch weiß ich NOCH nicht wie gut es auch unter den Bedingungen auf der Strecke funktioniert.

      Achja, nochmal zum Diffferential. Das ist ein Kegeldiff bei uns undzwar ganz normal mit Tellerrad und Kegelrad. ;)
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Hy,
      da habt ihr ja ziemlich viel zu konstruieren.
      Wenn ihr den Motor in Längsrichtung platziert,
      verreißt es den Wagen in der Beschleunigungsphase
      Moment vs Gegenmoment,
      im nächsten Semester habt ihrs dann auf dem Lehrplan.
      Wenn ihr Fahrwerksteile druckt, dann fehlts an
      Festigkeit, probierts mal an euren off roadern aus.
      Ein Blick auf käufliche 1/10 F 1 Rennern könnte nicht schaden.
      Wie schon Fraenky gepostet hat, ist ein F1 mit 21,5T mehr
      als genug motorisiert. Eure 3,5 bis 5 Turns lassen mich zu
      dem Schluß kommen, dass ihr nur theoretisch aber praktisch
      keine Ahnung habt.
      Laßt euch von mir nicht entmutigen
      ein hübsches Standmodell ist auch was Schönes

      manny
      Konstrukteur und Modellbauer seit 35 Jahren
    • Grüß dich manny.
      Dass das Drehmoment des Motors am Auto zieht, war mir klar, aber so doll? In den meisten Buggys und Onroadern ist der Motor ja auch längs eingebaut? ?(
      Und ja, ich hab mir die Rc Formelwagen angeguckt und die haben ja ein komplett anderes "Antriebssystem" als die herkömmlichen Autos, deshalb will ich ja gerade dieses Auto bauen, damit es eben auch aussieht wie ein Formelauto und nicht nur so heißt..

      Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme mit der Festigkeit von Querlenkern und co, wieso sollten die auch nicht halten? Ich verwende mit Carbon verstärktes PLA und die Querlenker lassen sich zumindest per hand nicht zerbrechen. (4x7mm stark)

      Beim Motor sind wir uns noch unentschlossen. Im Buggy sind wir mit nem 7,5t Brushless eigentlich immer ganz gut unterwegs gewesen und onroad fährt man ja nunmal mit 3,5-5,5t in der modified Klasse, wenn ich mich nicht irre?
      Ich werd aber zu Beginn erstmal mit dem 7,5er testen, aber auf der Strecke in Hamburg wird dem wohl schnell die Puste auf der langen Geraden ausgehen, auf unserer 30 Meter Geraden wars ja schon im Buggy knapp. ^^

      Aber jedes Projekt bedarf mindestens einer Person, die sagt, es sei nicht zu schaffen^^
      Meinetwegen führ ich das hier auch als Aufbauthread durch und lass euch bei der Konstruktion teilhaben ;)
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Nun sage ich dir als Praktiker was:
      im Rennbootbereich werden die Akkus extrem links eingebaut,
      damit das Boot gerade liegt, während es beschleunigt.
      Die Modifiedfahrer im TW Sektor müssen bei ihren 4 WD besonders
      vorsichtigt den Gashebel betätigen, damit nicht auf der Mitte
      der langen Geraden alle 4 Räder durchdrehen und das Fahrzeug
      voll abfliegt.
      Die heckgetriebene Fraktion hats hier wesentlich schwerer,
      ihr Antriebskräfte auf der Bahn umzusetzen, wehalb sie mit 21,5 T
      unterwegs sind.
      Ein Rennkollege hat vor einigen Jahren sein Fachwissen aus
      seinem Beruf, Porscheentwicklungsingenieur, in 1/12 und Pro 10
      eingebracht und die Anlenkpunkte der Vorder- und Hinterachse
      neu berechnet und umgesetzt, danneben noch Ölistoßdämpfer
      an der Vorderachse entwickelt. Das hatte zur Folge, dass der
      DMC das durch das Reglement verbot bzw stark einschränkte.
      Seine Entwicklungen wurden als vertrieben unter:
      Team Hatzenbach the new generation of pancar

      Ich möchte euch zu eurem Projekt viel Glück wünschen

      manny

      The post was edited 2 times, last by manny ().

    • Meine Meinung: schön, wenn sich jemand Gedanken macht.

      Mein Gefühl:
      - die Antriebseinheit ist im Vergleich zum Akku viel zu gross
      - wo soll der Regler und der Empfänger hin?
      - 3,5-5T auf F1 ist schlichtweg unfahrbar. Plant mit 21,5, vielleicht noch 17,5. Hat schon seine Gründe, warum das so gefahren wird.
      - wie wollt ihr aufs Mindestgewicht kommen?

      Vor allem: ich war schon auf einigen auch grösseren Rennveranstaltungen (OK, ich rede von indoor....) da hatten die schnellsten modified Fahrer einen 4,5er. Die grosse Masse 5,5 oder 6,5. Man kann Buggy und Glattbahn relativ schlecht vergleichen. Mag sein, dass ein Ronald Völker oder ein Marc Reinhard draussen mal einen 3,5er einbaut.....
      Gruss

      Jürgen

      Autos, aktuell, Schumacher: Cougar KF, CAT K1 AERO, Mi7, Mi6evo, Supastox GT, Tamiya: TT02, TRF101, TRF102, M-05, M-07, Kyosho Moeppi; Autos, historisch: Schumacher: Fireblade USA, CAT2000, CAT3000, CAT SX, CAT SX III, SST AXIS 2, Mi5, Mi5evo, Supastox, Tamiya: TT01, F104 VII, DT02, DT03, TA05 V2 R IFS
    • Der Hoffmann wrote:

      Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme mit der Festigkeit von Querlenkern und co, wieso sollten die auch nicht halten? Ich verwende mit Carbon verstärktes PLA und die Querlenker lassen sich zumindest per hand nicht zerbrechen. (4x7mm stark)
      Das ist ja nun ein Bereich, in dem es bereits einiges an Erfahrungswerten gibt, denn das OpenRC F1 wurde schon mehrfach gebaut. Das habt ihr sicherlich schnell im Griff.

      Der Hoffmann wrote:

      Beim Motor sind wir uns noch unentschlossen. Im Buggy sind wir mit nem 7,5t Brushless eigentlich immer ganz gut unterwegs gewesen und onroad fährt man ja nunmal mit 3,5-5,5t in der modified Klasse, wenn ich mich nicht irre?
      Ich werd aber zu Beginn erstmal mit dem 7,5er testen, aber auf der Strecke in Hamburg wird dem wohl schnell die Puste auf der langen Geraden ausgehen, auf unserer 30 Meter Geraden wars ja schon im Buggy knapp. ^^
      8| Also hier kann ich nur raten, erstmal ganz grundlegende Praxis zu sammeln - d.h. ein normales F1-Chassis schnappen und auf einer Strecke fahren.

      1:1-Technik in Optik & Funktion auf dem Maßstab 1:10 fahrbar zu machen wird einiges mehr erfordern als alle Abmessungen banal runterzuskalieren, das ist schon ein echt anspruchsvolles Projekt.

      Da müssen aber vorher die Basics da sein.
      Je nach Auto kann man eine komplett andere Leistung auf die Strecke bringen und wird eine komplett andere Untersetzung wählen müssen.
      Schaut euch doch aktuelle F1-RC-Rennen an, die fahren mit 21.5 Blinky.
      Schon ein 17.5T benötigt auf Asphalt oder nicht-optimalem Teppich einen sanften Gasfinger.

      Vielleicht macht ein Video es verständlicher:
      Ein Fahrer (Josh Cyrul) hat im Rahmen einer Diskussion "1s vs. 2s" in 1:12 Pancars einfach einen 2s-Akku zu einem 5.5T-Motor gepackt und testet auf der Strecke. Bei 1:35 min. kommt er aus dem Infield und zieht gegen Ende der Geraden kurz richtig am Gashebel.
      Das ist der Moment, in dem das Pancar einen Wheelie macht, der direkt in einer Rolle rückwärts endet.

      In einem Formel mit deutlich weniger Grip (obwohl der schwere Motor schon so weit wie möglich an der Antriebsachse sitzt) wandelt euch ein 3.5T oder 5.5T Strom in Reibungswärme um, aber nicht unbedingt in Vortrieb.

      Und es hätte höchstwahrscheinlich für eure Konstruktionsarbeiten Auswirkungen, ob euer Auto 150-200 Watt oder 500-700 Watt aushalten soll...
    • manny wrote:



      Ein Rennkollege hat vor einigen Jahren sein Fachwissen aus
      seinem Beruf, Porscheentwicklungsingenieur, in 1/12 und Pro 10
      eingebracht und die Anlenkpunkte der Vorder- und Hinterachse
      neu berechnet und umgesetzt, danneben noch Ölistoßdämpfer
      an der Vorderachse entwickelt. Das hatte zur Folge, dass der
      DMC das durch das Reglement verbot bzw stark einschränkte.
      Seine Entwicklungen wurden als vertrieben unter:
      Team Hatzenbach the new generation of pancar




      manny
      Wieder mal eine Behauptung die so nicht stimmt, der DMC kann als Dachverband gar nichts aus dem Jahrbuch verbieten, es sind die Teilnehmer des SBT , Vertreter der Vereine die das Reglement machen.
      Cu Alex
      [size=2][/size]
      Unsere IG mit DMC Mitgliedschaft
    • Danke für eure Antworten :P

      Ein Pancar hat doch einen Direktantrieb? Das bedeutet dann ja wahrscheinlich auch, dass man mit einem leistungsschwächeren Motor die selbe Geschwindigkeit drauf bekommt wie mit einem stärkeren Motor und einem herkömmlichen Antrieb, bestehend aus Motorritzel, Hauptzahnrad, Tellerrad und Kegelrad oder etwa nicht?

      Wenn ich jetzt in meinem Buggy (2wd) einen 21,5er Motor einbauen würde, müsste ich ihn schon ziemlich hoch ritzeln, damit der auch nur ansatzweise an die Geschwindigkeit eines 7,5er Motors heran kommt.
      Und wenn ich jetzt den Antriebsstrang eines normalen Buggys nehme und ihn in ein Onroader packe, dann verhalten sich die Geschwindigkeiten mit den jeweiligen Motoren ja nahezu gleich, vorausgesetzt die Untersetzung und die Reifengröße ist die selbe.

      Mir geht es hierbei nicht darum sich mit den schnellsten herkömmlichen Onroadern zu messen und bei Wettbewerben mitzufahren, sondern einfach darum ein größtenteils echtheitsgetreues Auto zu bauen, dass sich passabel fährt und an dem man basteln und seine Ideen ausprobieren kann und damit erfahren zu können, welche Änderung an Mechanik und Aerodynamik zu welchen Fahrverhalten führt.


      Der Akku, der in das alte Auto sollte, war ein Saddlepack und sitzt direkt vor dem Motor.
      Beim jetzigen Wagen wird es ein 2s shorty Lipo, wo Regler und Empfänger jedoch leider über dem Akku auf dessen Halterung platziert sind.(die Venturikanäle lassen da nichts anderes zu)

      Das Mindestgewicht ist tatsächlich so ne Sache. 768 Gramm müsste der wagen ja eigentlich wiegen, in der Hinsicht wollen wir uns aber nicht einschränken lassen. Wir haben das Gewicht des fertigen Autos mal grob überschlagen und wir liegen nicht allzu weit weg von der Vorgabe. :D
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Grüzi,

      Schöne Idee. An deinen Ausführungen hör ich, dass ihr das Rad neu erfinden wollt ;) . Neue Ideen müssen mal ausprobiert werden.
      Ich spar mir Kritik, meine Vorredner ja schon die zu erwartenden Problemen richtig Beschrieben.

      Aber ich möchte euch drauf hinweisen, es hat seinen Grund warum aktuelle Modelle sind, wie sie eben sind. Die meisten Modellbauer hätten sehr gern vorbildgetreue Autos, ich auch. Aber noch wichtiger ist, dass man damit fahren kann :D und da hat die Konstruktion recht, die funktioniert.
      Aber gut, vielleicht belehrt ihr uns im Sommer in der Praxis eines besseren.
      Da bin ich gespannt wie gut ihr das umgesetzt bekommt.

      Grüße und viel Erfolg
    • Einen "schwächeren Motor" direkt mit der Achse zu verbinden,
      begrenzt zwar theoretisch auch den Anzugsmoment,
      aber sonnst nur Wirkungsgrad u. Lautstärke.
      Kann aber zu unnötiger Wärmebildung führen.
      Daher nehme ick Motoren mit 12T - 15T
      u. teste mich anhand der Endgeschwindigkeit,
      vom kleinsten Ritzel zum größten Ritzel durch.
      Ob Diff o. Sperr-Diff ist höchstens von eventuellen Regelwerken abhängig,
      sollte aber eine 1:2,5 Untersetzung haben ;)

      Zu dem Drehmoment ...
      es hat seine Gründe, dass die Motoren FAST NUR bei Allrad-Offroadern nach vorne gerichtet sind ;)
      MfG euer Nachtschattengewächs :D
    • manny wrote:


      Eure 3,5 bis 5 Turns lassen mich zu
      dem Schluß kommen, dass ihr nur theoretisch aber praktisch
      keine Ahnung habt.

      Konstrukteur vs Fahrzeugbau Student....

      Also ich finde es erst mal super, dass sich junge Studenten an solch ein Projekt wagen. Wir haben meiner Meinung nach zu viele Theoretiker in den
      letzten Jahren angesammelt. Was ist da besser als die Praxis, auch mit Tips von den aktiven Modellbauern und den Konstrukteuren.
      Übrigens, auch der Porsche "Fahrwerks" Kollege hat sicher etwas vom Modellbau während seines Studiums lernen können.

      Tobi das Projekt ist schon sehr ambitioniert aber lasst euch nicht entmutigen. Baut das Fahrzeug so wie Ihr euch das vorstellt, fahrt damit und zieht die
      Erkenntnisse daraus. Verbessert, ändert und testet wieder. Den Motor würde ich ebenfalls im Bereich 10,5 Turns Plus bei einem 2WD mit Hinterrad-
      antrieb sehen. Ihr bremst ja auch mit dem Motor, also nur mit der Hinterachse. Falls Ihr noch ein älteres Auto mit einem schönen Handbremshebel
      habt, sucht Euch mal einen freien Platz, beschleunigt auf 50 - 60 Km/h und zieht die Handbremse. Schaut mal was da passiert und wie schnell das
      Fahrzeug zum stehen kommt.

      Schreibt doch hier bitte wie sich Euer Projekt entwickelt, was Ihr verbessern musstet und was gut funktioniert.Ich bin neugierig.


      Gruß
      Stefan
    • S.Scheppert und K.Racht wrote:

      manny wrote:

      Eure 3,5 bis 5 Turns lassen mich zu
      dem Schluß kommen, dass ihr nur theoretisch aber praktisch
      keine Ahnung habt.
      Konstrukteur vs Fahrzeugbau Student....

      Also ich finde es erst mal super, dass sich junge Studenten an solch ein Projekt wagen. Wir haben meiner Meinung nach zu viele Theoretiker in den
      letzten Jahren angesammelt. Was ist da besser als die Praxis, auch mit Tips von den aktiven Modellbauern und den Konstrukteuren.
      Übrigens, auch der Porsche "Fahrwerks" Kollege hat sicher etwas vom Modellbau während seines Studiums lernen können.

      Tobi das Projekt ist schon sehr ambitioniert aber lasst euch nicht entmutigen. Baut das Fahrzeug so wie Ihr euch das vorstellt, fahrt damit und zieht die
      Erkenntnisse daraus. Verbessert, ändert und testet wieder. Den Motor würde ich ebenfalls im Bereich 10,5 Turns Plus bei einem 2WD mit Hinterrad-
      antrieb sehen. Ihr bremst ja auch mit dem Motor, also nur mit der Hinterachse. Falls Ihr noch ein älteres Auto mit einem schönen Handbremshebel
      habt, sucht Euch mal einen freien Platz, beschleunigt auf 50 - 60 Km/h und zieht die Handbremse. Schaut mal was da passiert und wie schnell das
      Fahrzeug zum stehen kommt.

      Schreibt doch hier bitte wie sich Euer Projekt entwickelt, was Ihr verbessern musstet und was gut funktioniert.Ich bin neugierig.


      Gruß
      Stefan
      Und genau darum geht es. Es gibt etablierte Konzepte, die schon seit Jahren angewendet werden und mit Sicherheit auch gut funktionieren, aber keines dieser Konzepte ist auch nur ansatzweise vergleichbar mit denen von echten Autos. Die Art und Weise wie Querlenker designt werden oder wie Stoßdämpfer platziert werden, unterscheidet sich zum Teil stark. Für mich hat sich da seit Anfang an die Frage gestellt, warum das im Modellbau eigentlich so anders angegangen wird... ?(

      Es ist ja jetzt nicht so, dass ich mich einfach an den PC setze und einfach irgendwas designe, ich hab vorher wirklich sehr ausführlich die Fahrwerksgeometrie von echten Formel 1 wagen studiert, mir die Tricks dieser angesehen und mir in meinem Rahmen Fachwissen organisiert, wie z.B. hier. racecarsuspension.ch/fahrwerks…enmitte/2-stabilisatoren/

      Es gibt Bewegungsmuster bei echten Autos, wie das Mitlenken der vorderen Querlenker in Kurven, das Absenken des kurveninneren Rades in Kurven oder das absichtliche verbiegen von gewissen Bauteilen, die wir versuchen zu kopieren oder von vornherein ausgeschlossen haben.

      Ich bin mir nicht sicher, ob es meine Idee als solche schon einmal in dieser Form gab und ob sie auch wirklich umgesetzt worden ist und ob daraus Rückschlüsse gezogen wurden. Ich finde zumindest keine wirklich gut begründete Antwort darauf, WARUM genau etwas nicht funktioniert oder nicht funktionieren kann. Eine mathematische Berechnung oder ein gut auf dieses Problem angewendete physikalische Gesetz würde mich da vielleicht umstimmen, aber das wäre mir neu, dass das in irgendeinem RC-Forum ausreichend genau beschrieben wurde. :whistling:

      Und genau deshalb will ich es ausprobieren. Vielleicht ergibt sich ja tatsächlich etwas brauchbares daraus, worauf man aufbauen kann, vielleicht werden die Autos unfahrbar. Wer weiß das schon.. :saint:
      Aber mir ist das egal. Es ist ein Projekt, bei dem ich eine Menge lernen kann, was für mein späteres Leben als vermeintlicher Fahrzeugbauer bestimmt nicht von Nachteil ist. Und es macht Spaß. eine Menge Spaß. :thumbsup:

      Mit einem weißen Blatt Papier an eine Sache ranzugehen und sich Gedanken über Dinge zu machen und sich Problemen zu stellen, von denen man vorher noch keine Ahnung hatte, lässt mich doch immer wieder an meinen Schreibtisch zurückkehren und weiter bauen.^^
      Jeder, der Nachts nicht schlafen kann, weil die Ideen förmlich aus einem hinaussprudeln, weiß wovon ich rede. :D

      PS. Ich versuche mal meinen Bastelkollegen zu überzeugen sich auch hier im Forum anzumelden, damit wir gleichzeitig einen Aufbau- und Designthread führen können und einen Einblick in unsere verschiedenen Herangehensweisen geben können. Das würde sicherlich für reichlich Gesprächsstoff sorgen :D
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Hallo zusammen,

      Ich bin der besagte Modellbaukollege, der mit Tobi zusammen das F1 Auto baut (bzw. wir bauen beide ein eigenes Auto, um das Fahrverhalten der unterschiedlichen Autos zu vergleichen).

      Ein paar Infos zu mir:
      Ich bin Joyce, bin 21 Jahre alt und studiere Chemie im 6. Semester.
      Wie Tobi schon sagte haben wir erstmal angefangen ein 2019er F1 Auto zu bauen, doch als das 2021er Reglement bekanntgegeben wurde, haben wir uns dazu entschieden neu anzufangen und ein 2021er F1 Auto zu bauen, da es zu dem Zeitpunkt sehr viele Teile gab, wo ich neue Ideen zu hatte und ich diese sowieso umbauen wollte.

      Ich habe einen Großteil des Autos schon fertig designt (ca. 70%) und habe mir jetzt einen 3D Drucker bestellt (den Anycubic 4Max Pro), welcher die nächsten Tage irgendwann ankommen sollte. Dann kann ich auch endlich anfangen meine Teile auszudrucken und kann, wenn es euch interessiert, eine Art Aufbau- und Testbericht machen.

      Vielen Dank an euch für die vielen Antworten unter diesem Thread, Tobi und ich werden mal über eure Anmerkungen reden und euch auf dem Laufenden halten wie wir weitermachen.
    • Soo, das hat ja schonmal geklappt :D

      Jetzt hab ich mal ne Frage an euch, weils ja doch einige interessiert wie sich die Autos so entwickeln.
      Wir würden die Designphase, den Druck und den Zusammenbau gerne dokumentieren und zum Abschluss einige Fahrvideos präsentieren. Die Frage ist, ob wir kontinuierlich jeden einzelnen Schritt immer mal wieder hier posten sollen oder wäre es euch lieber am Ende, wenn alles fertig ist, dass wir den Gesamten Aufbau der Autos auf einmal hier reinstellen?

      Und meine zweite Frage wäre zur Elektronik.
      Ein vernünftiges 2 Kanal Ladegerät mit 10A haben wir bereits, das ist also egal, aber bei der Fernsteuerung sind wir uns da nicht so sicher. Damals hat auf unserer alten Offroadstrecke mit einer 30 meter Geraden die CR2S.V2 von Team C gereicht. Hat jemand zufällig Erfahrung mit dem Ding und kann uns sagen, ob die auch für eine 75 Meter Geraden reichen würde? Kann das derzeit schwer testen und weiß nicht zu 100% wie lang die Gerade auf der Hamburger Strecke ist. Ansonsten, was wäre eure Empfehlung bezüglich Fernsteuerung? Für uns muss die eigentlich nicht viel können, außer genug Reichweite haben und nicht aus Gold bestehen 8|

      Als Akku würden wir einen 6000er shorty von Gens Ace mit 7,6v nehmen. Das Servo wäre bei mir ein Savöx Ts 1256 mit Titangetriebe, gibts da andere Empfehlungen?
      Motor und Regler sind (noch) ein LRP Spin Pro und ein Sky RC Ares Pro mit 7,5t.
      Für den Fall, dass wir die Combo neu kaufen, welche Marke hat sich bewährt und gibts es überhaupt merkliche Unterschiede zwischen den Herstellern?

      Es sollte alles bezahlbar sein und nur für gelegentliche Ausfahrten reichen. :whistling:
      Geht nicht gibts nicht. 8o
    • Von euren Vorstellungen zum Thema Motorisierung seid ihr ja recht beratungsresistent..... OK, von 3,5T runter auf 7,5.... die ersten Trippelschritte.

      Noch mal: aktuelle Formel fahren mit einer 21,5er Kombi, beispielsweise hier: tonisport.de/marken/scorpion/r…t-ets?number=SC-S2-50-ETS im Link ist auch der entsprechende Motor genannt. Diese Kombi ist klein genug, um unser die Karo zu passen, dabei ausreichend leistungsstark. Und ja, auch die Hobbywing wäre eine Empfehlung. Ich denke, ein 17,5er reicht erst mal vollkommen aus.....

      Beim genannten LRP-Regler müsst ihr erstmal den Stecker gegen Goldkontakte tauschen, ausserdem ist das irgendwie ein "Monster". Kann mich aber auch täuschen.....

      Wollt ihr nur geradeaus fahren? Ich sehe gerade: ihr redet vom Hansering in Hamburg? Da scheint es eine wirklich sehr lange Gerade zu geben. Stimmt: welche Bereifung wollt ihr nehmen? Moosi oder Hohlkammer?

      Das genannte Servo ist ein Servolenkung in "normaler Bauhöhe" passt sicherlich in einen Buggy, hat aber in einem Formel nichts verloren. Wenn Savöx, dann das 1252 (oder 1251). Das sind low-profile Servos. Die normal hohen werden sicherlich kaum unter die Karosserie passen. Formel 1 ist halt etwas anderes als ein ORE-Buggy....

      Die Funke sollte passen....
      Gruss

      Jürgen

      Autos, aktuell, Schumacher: Cougar KF, CAT K1 AERO, Mi7, Mi6evo, Supastox GT, Tamiya: TT02, TRF101, TRF102, M-05, M-07, Kyosho Moeppi; Autos, historisch: Schumacher: Fireblade USA, CAT2000, CAT3000, CAT SX, CAT SX III, SST AXIS 2, Mi5, Mi5evo, Supastox, Tamiya: TT01, F104 VII, DT02, DT03, TA05 V2 R IFS