Zuckern einer Outdoor-Glattbahnstrecke - Vor- und Nachteile

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    • Zuckern einer Outdoor-Glattbahnstrecke - Vor- und Nachteile

      Liebes Forum,
      ich möchte mich gerne, wie der Titel schon verrät, mit den Vor- und Nachteilen von Zucker, Zuckerwasser, Cola oder anderen Zuckerhaltigen Substanzen auf Outdoor Glattbahnanlagen informieren.
      Ich suche dabei einen Erfahrungsaustausch mit Fahrern aber auch mit Offiziellen von Vereinen. Jede Art des Erfahrungsaustausch ist hilfreich, sei es, dass ihr plant zu zuckern, dass ihr gerade angefangen habt zu zuckern, dass ihr langjährige Erfahrung mit dem Zuckern habt oder das ihr wieder aufgehört habt eure Strecke zu Zuckern weil ihr schlechte Erfahrungen gemacht habt. Auch interessiert mich, wie die gängige Praxis beim Zuckern aussieht, also wie lange muss man nach dem auftragen warten, was tragt ihr auf (Zuckerwasser, Cola) und welche Mengen an Zucker braucht man.
      Auch richtet sich der Aufruf an Fahrer, wie sich das Fahrverhalten, der Verschleiß, usw. ändert mit und ohne Zucker.

      Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen hier im Forum teilt!
    • Meine Erfahrungen mit Zuckern sind negativ.

      - der Grip auf einer gezuckerten Strecke ist unnatürlich. Kommst du vom gezuckerten Bereich ab, geht's sofort von der Strecke.
      - wenn es regnet, wird die Strecke zu Schmierseife, Fahren ist kaum noch möglich.
      - nach einem Regen muss mit den Neu-Zuckern gewartet werden, bis die Strecke wieder trocken ist. Das sprengt jeden Zeitplan.
      - wenn du mit deinem Auto im Regen über eine gezuckerte Bahn gefahren bist, sitzt alles -wirklich alles - im Auto voller Zucker. Das geht bis in die Radlager. Danach muss das Auto komplett zerlegt und mühsam gereinigt werden. Einige Teile musst du einweichen.

      Und das alles für ein bisschen mehr Grip? Nein danke.

      Im Übrigen sollte man bedenken: Wir treiben Motorsport im Kleinformat. Wo wird im richtigen Straßen- Rennsport die Strecke für das Auto präpariert? Da muss auch das Auto an die Strecke angepasst werden.
      Ich suche Rechtschreibfehler! Berufskrankheit. http://www.jprs.de
    • Bei elektro finde ich Strecke-Zuckern super, es bindet den Staub und sorgt für Traction.
      Ohne ist es auf nicht sehr regelmäßig befahrenen Strecken ein spaßloses rumgerutsche.

      "Wo wird im richtigen Straßen- Rennsport die Strecke für das Auto präpariert? Da muss auch das Auto an die Strecke angepasst werden."

      Auch im richtigen Rennsport werden Strecken prepariert/gesäubert:

      Bei der Formel 1 finden vorher 3 verschiedene Rennen statt um die Strecke bestmöglich vorzubereiten.
      Bei den Nascar wird die Strecke vorher von Turbinen sauber gepusted
      Bei Dragster-rennen sorgt Caster Öl für den nötigen Grip im Startbereich.

      Es ist einfach eine günstige Möglichkeit die Strecke schnell fahrbereit zu machen, niemand von uns möchte im Dreck rutschen oder was meint ihr?


      Liebe Grüße
    • Hallo,

      wir vom MSC Höckendorf auf dem MSC Raceway (http://msc-hoeckendorf.de) benutzen seit 3-4 Jahren meistens Zucker (außer es findet sich keiner der lust hat).

      Unsere Strecke ist leider nicht so frequentiert, daher ist das Grip Niveau nicht optimal.
      Um den Staub vor dem Rennen/Training zu binden und etwas Grip auf die Strecke zu bringen ist Zucker recht nützlich.

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      Wir Zuckern recht gemäß und übertreiben es nicht. Wir nehmen ca. 500-1000 Gramm Zucker auf 10-15 Liter Wasser. Damit gehen wir über die gesamte Strecke. Damit neben der Strecke der Grip kein Totalausfall ist, machen wir die gesamte breite der Strecke.

      Manchen ist es viel zu wenig ... andere wollen lieber ohne ...

      Um das ganze recht gleichmäßig zu machen, haben wir uns das Gerät gebaut.

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      Das mit dem Regen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Klar ist der Zucker dann weg ... aber ohne wäre es auch nicht besser. Das Auto muss man so oder so zerlegen...

      Viele Grüße
      TobiasD
    • Hy,
      wenn die Fahrbahn staubig ist, bzw. wenn Blütenstaub
      drauf liegt, ist an ein normales fahren nicht zu denken.
      Wird "gezuckert", kann man eine normale Linie fahren.
      Man wird wohl nicht so viel Grip draufbringen, dass man
      sich überschlägt, aber ein sauberes Fahrgefühl stellt sich
      ein.
      Andererseits, wenn der Fahrbahnbelag in Ordnung ist
      und dazu noch sauber, kann man aufs zuckern verzichten.
      Dann muß man halt die richtige Reifenhärte und Haftmittel
      herausfinden, damit schön rund gefahren werden kann.
      Ändert sich die Fahrbahntemperatur, kann die Einstellerei
      wieder von vorne beginnen. Oft hat man morgens im Sommer
      so 15°C, spät Nachmittags beträgt die Streckentemperatur
      oft mehr als 40°C. Entsprechend der Temperatur verändert
      sich das Fahrverhalten.

      Der Verschleiß der Out door Reifen ist mir egal. Er liegt so
      zwischen 15 und 25 Akkus bei der 17,5T Klasse. Da machen
      die Reifenkosten keinen nennenswerten Unterschied, wenn man
      bedenkt, was so eine Rennveranstaltung insgesamt kostet.

      Ich habe auf jeden Fall schon öfters zusammen gepackt, weil
      die Bahn so rutschig war, dass ich es mir so nicht länger geben
      wollte!!!!!!!!!!
      manny
    • Genau, die für mich unfahrbare Fahrbahn
      war nicht gezuckert.
      Wem so etwas auf einer bestimmten Außenstrecke
      passiert, der überlegt es sich beim nächsten Lauf
      auf dieser Bahn nochmals anzutreten.
      Sicher gibt es wenige, die glauben, dass sie
      plötzlich Siegchancen haben, wenn der Grip mehr
      als lausig schlecht ist. :sleeping:
    • Mit Zucker hat man natürlich gleich ein besseres Grip-Niveau und der Staub von der Strecke ist gebunden.

      Sollte die Strecke nicht so befahren sein, hat man Staub auf der Strecke und man rutscht nur ... was keinen Spaß macht.
      Sollte das Samstag im Training sein, ist dies natürlich für die Katz. Daher macht der Zucker die Strecke für alle Fairer, da es keinen Blöden geben muss, der die Strecke zu Beginn sauber fährt...

      Der Reifenverschleiß sollte natürlich mit Zucker weniger werden, da man nicht über den Asphalt rutscht. Sollte natürlich Unmengen an Staub auf der Strecke liegen, hat man auch da kaum Reifenverschleiß :D

      Viele Grüße
      TobiasD
    • Ich bin kein Fan vom Zuckern, klar fährt es sich damit entspannter und viel direkter, dennoch mag ich es nicht. Oftmals wird halt nur eine Ideallinie gezuckert, klar ergibt sich die auch ohne Zuckern aber so ist der Unterschied nochmals viel größer. Wenn es dann bei einer Rennveranstaltung über Nacht oder auf einmal regnet muss man alles wieder herrichten oder man hat auf einmal noch viel schwierigere Bedingungen. Wenn man Cola, am besten auch noch Markencola nimmt sehe ich das als reine Geldverschwendung an.
      Das mit dem sauber fahren stimmt schon, einige sind sich dafür zu fein oder fahren gleich ganz nach Hause. Wie hat man das früher auf improvisierten Strecken nur hinbekommen? Da hatten doch auch alle spaß beim fahren, vielleicht sind die Ansprüche auch einfach deutlich zu hoch inzwischen.
      vorhandene Auto's: Team Associated B64D, Asso RC18R, Tamiya TT02 S mit Xray Dämpfern, FF-03R <3 ,DF-03MS , XV-01TC, TB EVO 7
      rc-racing-hannover.de/tt02-challenge/
      http://www.nocup.de/
      TSV Kleinburgwedel
      facebook.com/TsvKbwRcMiniCar/
    • Früher sind wir mit einem TT oder TL auf einem Handballplatz gefahren.
      Ein TL und ein heutiger Tourenwagen sind natürlich ganz verschiedene Autos ... für die heutigen Tourenwagen sind die kleine Steine halt der Tot..

      Cola und Geldverschwendung sehe ich auch so ... das 1 KG Zucker kostet halt nur ca. 1 Euro :)
    • Ich kenne 3 outdoor Strecken, die eine ist in Hamburg Boberg, Burgdorf bei Hannover und die letzte ist in Hasloh. Klar kann man da auch ohne zu Zuckern fahren, aber das ähnelt dem Driften mehr! Ich bin absolut dafür das gezuckert wird, der Spaßfaktor steigt um mindestens 50 %.Das Material leidet auch weniger weil man konstanter fahren kann.. Wenn die Strecke nicht fahrbar ist wegen zu viel Staub, packe ich meine Sachen und fahre nach Hause!
    • Für die Freunde, die das zuckern ablehnen:
      man kann die Rennstrecke mit einem Dampfstrahler
      reinigen, dann hat man den Staub ebenso entfernt.
      Der Harburgringeigner Karlheinz Vogelsang hat sich
      mal diese Arbeit gemacht.
      Er war hinterher stinksauer mit den Fahrern, die
      gegen das Schmierverbot der Räder verstoßen haben.
      Nur,ihr Lieben, so einen müßt ihr erst finden, der sich
      diese Mühe mit dem Dampfstrahler macht :thumbsup:
      manny
    • Hi,

      da ich noch nie auf eine gezuckerten Strecke gefahren bin, kann ich relativ wenig dazu sagen.
      Wollte nur einbringen, das es auch sehr viel auf den Teer ankommt.
      Harburgring ist das beste Beispiel finde ich, da darf seit Jahren NICHT geschmiert werden, also kein Haftmittel benutzt werden!
      Einfach nur Reifen sauber machen und los geht´s, das funktioniert auch ohne Probleme.
    • Hallo...
      Das sollte immer von beiden Seiten aus gesehen werden. Wer wirklich nur zum Spaß auf die Strecke fährt um ein paar Runden zu drehen der kann mit dem Zuckern natürlich nichts anfangen das kann ich verstehen.
      Wer allerdings rausfährt zur Strecke um an seinem Setup für das nächste Rennen oder neue Teile oder sonstwas probieren will der kommt ohne Zuckern nicht aus um reale Rennbedingungen zu haben.
      Und ja beim Zuckern wird nur die Ideallinie gemacht das ist ja der Sinn der Sache...im Rennbetrieb zeichnet sich später auch die Ideallienie deutlich vom Rest ab. Kommst du davon weg ist es egal ob gezuckert oder nicht. Meist wird aber vor einem Wochenende bekannt gegeben wenn die Strecken gezuckert werden.

      Michael
    • Stefan_K wrote:

      Harburgring ist das beste Beispiel finde ich, da darf seit Jahren NICHT geschmiert werden, also kein Haftmittel benutzt werden!
      Hallo Stefan,

      warum eigentlich nicht ?

      In Dahlewitz/Blankenfelde habe ich dies ebenfalls erlebt, es soll angeblich den Asphalt kaputt machen. (Soweit ich mich erinnern kann)
      So richtig vorstellen kann ich mir das jedenfalls nicht.

      Viele Grüße
      Tobias